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Chronik

Prähistorisches

In den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten die Verleger die Notwendigkeit, die publizistische Qualität ihrer Titel durch die Errichtung von Dokumentationen zu unterstützen. Deren Aufgabe war die systematische Archivierung der eigenen und selektive Auswertung fremder Publikationen nach Themen von allgemeinem Interesse.

Natürlich erschienen Zeitungen und Zeitschriften auch vor diesem Tag null; aber die Zentralisierung der Dokumentation entlastete die einzelnen Journalistinnen und Journalisten davon, selbst kleine Archive ihrer Fachbereiche anzulegen und konnte Qualität und Verfügbarkeit von Informationen gleichzeitig stark verbessern.

Durch die Zentralisierung lohnte sich in den meisten Fällen der Einsatz von Organisationsmitteln (Thesauri, Klassifikationen etc.) und Informatik (Datenbank für Index, Ablage in Papier-Dossiers, Microfichen etc.).

Diese Dokumentationen erfreuten sich grosser Beliebtheit bei ihren Kunden und bauten dementsprechend Dokument-Bestände und Leistungen stark aus - bis die Verleger sich Anfang der 90-er Jahre an den mindestens im Gleichschritt gestiegenen Kosten zu stossen begannen.

Historisches

Spürbare Möglichkeiten der Kostensenkung wurden in zwei Bereichen identifiziert:

  1. Produktivitätsverbesserung durch Technologie (Ersatz der Speicherung auf Papier oder Microfiche durch elektronische und Ergänzung des zentralen Recherche-Services durch Endbenutzer-Recherchen am Arbeitsplatz).
  2. Kooperationen mit anderen Verlegern (Abbau von Doppelspurigkeiten durch Zusammenlegung der Bestände).


In diesem Sinn gründeten 1996 die drei Medienunternehmen Ringier, SRG SSR idee suisse und Tamedia die Tochtergesellschaft SMD Schweizer Mediendatenbank AG. Sie erhielt den Auftrag, die gemeinsamen Dokumentbestände zu führen und ein Online-System zu realisieren. Da die Vorarbeiten bei Ringier am weitesten gediehen waren, bildete das Ringier-System die erste Grundlage der SMD-Infrastruktur.

Der Auftrag der Weiterentwicklung wurde gleich mit in die Wiege gelegt:

  1. Ausdehnung der Partner über den Kreis der Aktionäre hinaus (Jeder zusätzliche Verlag, der seine Dokumentationsprobleme mit der SMD löste, verbesserte mit seinen elektronischen Anlieferungen den Datenbestand für alle und lieferte einen Beitrag an die Kosten).
  2. Vereinfachung der dokumentalistischen Bearbeitung durch Verbesserung der Technologie (Als Fernziel schwebte das damals geflügelte Wort ""gewichtetes Retrieval"" im Raum: Der perfekte Zustand, in dem keinerlei manuelle Erschliessung, Thesauri, Klassifikationen und andere traditionelle dokumentalistische Hilfsmittel mehr nötig sein würden).
  3. Vereinfachung der Recherche (Die Endbenutzer - also die Journalistinnen und Journalisten - sollten unabhängig von Öffnungszeiten und Kapazität ihrer Dokumentationen ihre Recherchen eigenhändig am Arbeitsplatz vornehmen können).

Heute - 11 Jahre nach der Gründung - ist die SMD ein fester Bestandteil der schweizerischen Medienszene:

  1. Viele Schweizer Verleger arbeiten mit der SMD.
  2. Die dokumentalistischen Methoden wurden vereinfacht (Verschlankung des Thesaurus' bei gleichzeitiger Einführung verbesserter Recherche-Software, die eine Suche automatisch auf morphologisch und semantisch verwandte Wörter ausdehnte)
  3. Die Recherche steht heute über eine weitgehend selbsterklärende Internet-Browser-Oberfläche zur Verfügung.

Zukunft

Die bisherige Entwicklungsrichtung bestimmt auch die zukünftige. Die technologische Entwicklung der letzten Jahre hält heute Systeme zur Verfügung, die eine Nadel im Heuhaufen auch ohne vorherige manuelle Kennzeichnung finden. Sie mögen nach Umstellungen in der Denkweise verlangen, aber es ist aus Kundensicht ein Schritt zur Emanzipation und Selbständigkeit. Ob eine Information gefunden wird, hängt nicht mehr von einer früheren Beurteilung durch Informationsspezialisten ab, sondern von der eigenen Recherche-Strategie.

Zu dem Kern "Recherche" kommen viele neue Applikationen, an die der Surfer im Internet sich schon gewöhnt hat : EMail-Benachrichtigungen über neue interessante Dokumente, RSS-Feeds etc.

Die Inhalte können neue Formen annehmen. Neben Fliesstext in XML, Formaten, die das Layout zeigen wie Tiff oder Seiten-PDF gibt es immer weitere Variationen; z.B.anstatt einen Text anzuzeigen, kann er vorgelesen werden.

Die Endgeräte verändern sich. Neben stationären Personal Computern, Notebooks verbreiten sich kleine Apparate, von denen man noch nicht weiss, ob sie nun Telefone, Organizers, Computer oder noch etwas ganz anders darstellen.

Auch andere Medien können im Rahmen der SMD recherchierbar gemacht werden; wir denken dabei z.B. an Radio-Sendungen oder TV-Beiträge.

An all diesen Fronten arbeitet die SMD und versucht, Teile mit nachgewiesenen Nutzwert und akzeptablen Kosten zu realisieren.